Feuerwehr Oberjesingen
schnellste Truppe in Oberjesingen

                                          
                   Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr,

 Calwerstrasse 17    71083 Herrenberg Oberjesingen

                                                                                                                            
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Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Oberjesingen

 

Wenn es vor 200 Jahren brannte, rief der Nachtwächter "Feurio", woraufhin sich die Bürger auf der Straße versammelten. Dort bildeten sie eine Kette und versuchten mit Hilfe von Eimern, welche sie sich zureichten, das Feuer zu bekämpfen. Es gab auch damals schon Feuerspritzen, welche aber nahe an die Brandstelle getragen werden mußten, da sie keine Schläuche hatten. Breitete sich der Brand aus, konnte die Bevölkerung nur noch fliehen, da dann häufig gesamte Ortschaften und Städte völlig niederbrannten.

1802 wurde in Oberjesingen eine von Pferden gezogene Handdruckspritze gekauft, die 2. Spritze konnte 1868 in Stuttgart abgeholt werden.

Handdruckspritze Baujahr 1866 und
Wasserschapfen wurden 1868 in Stuttgart abgeholt.



Das Wasser mußte mit Schapfen aus den Brunnen geschöpft und mit den Butten zum Spritzenwagen getragen werden. Diese Spritze existiert noch heute.

Damals gab es eine Pflichtfeuerwehr, bestehend aus 122 Mann, von denen der Kommandant mittels eines Messinghelms mit weißem Roßhaarbusch gekennzeichnet war. Um im Takt arbeiten zu können, wurde von der Gemeinde eine Trommel erworben. Da die Arbeit an der Pumpe äußerst kraftaufwändig war, mußten die Männer alle paar Minuten abgelöst werden. 1908 wurde eine Wasserleitung gebaut, wodurch dann das Wasser mit Schläuchen der Pumpe zugeführt werden konnte.

Später (der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt) wurde die Pflichtfeuerwehr in eine Freiwillige Feuerwehr umgewandelt, da weniger Männer zum Löschen benötigt wurden.

1932 wurden die ersten Rauchmasken in Oberjesingen eingeführt. Ab 1940 traf man Kriegsvorbereitungen in Form von Luftschutzübungen und der Umlackierung der Helme in schwarz.
1945 wurde Oberjesingen beschossen, woraufhin mehrere Häuser brannten und der Kirchturm beschädigt wurde.

1952 wurde ein von einem Traktor gezogener Tragkraftspritzenanhänger gekauft, in welchem sich eine Pumpe mit Benzinmotor befindet, die von einem Mann bedient wird. Dies war eine große Erleichterung bei den Löscharbeiten. Auch dieser Anhänger existiert heute noch.

Tragkraftspritzenanhänger TS 6/6 von 1952

Im Herbst 1966 wurde dann das erste Löschfahrzeug bei der Fa. Ziegler in Giengen abgeholt. In Oberjesingen war inzwischen das Gerätehaus (ehemaliger Schaffstall) als passende Unterkunft umgebaut worden.


Erstes Löschgruppenfahrzeug LF8-TS von 1966

In diesem Fahrzeug waren zwei Pumpen, Atemschutzgeräte, Schläuche, Leitern, Schaum und Platz für neun Feuerwehrmänner.
1981 gab es einen Großbrand bei der Mühle in Oberjesingen, wobei diese nahezu vollständig, bis auf die Silos und den Turm, ausbrannte.



Ausgebrannte Mühle im April 1981


1986 wurde ein neues Löschfahrzeug beschafft, welches etwa dieselbe Beladung wie das bisherige hat. Zusätzlich stehen jetzt auch ein Generator zur Stromerzeugung, Flutlichtscheinwerfer, eine Motorsäge und mehr Schläuche zur Verfügung.



Zweites Löschgruppenfahrzeug LF8 von 1986


Seit einigen Jahren werden Feuerwehrleute nicht mehr über Sirenen, sondern mittels Funkwecker alarmiert.



Feuerwehrgerätehaus Oberjesingen


Heute besteht die Oberjesinger Freiwillige Feuerwehr aus 24 Feuerwehrmännern und hat jährlich ca. 10 - 15 Einsätze zu verzeichnen.


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